U14 krönt starke Saison mit Aufstieg
Die U14 Junioren sichern sich den Aufstieg in die U14A und spielen in der kommenden Saison erstmals in der Vereinsgeschichte in der höchsten Spielklasse.
Klare Ausgangslage vor den Aufstiegsspielen
Die Ausgangslage vor dem Turnier war klar: Vier Teams spielten in einem Turnier um das begehrte Aufstiegsticket. Während mit Unihockey Riviera ein bereits bekannter Gegner wartete, traf man mit Unihockey Emme und dem Gastgeber Unihockey Sierre auf zwei bislang unbekannte Teams.
Spieltag 1: Duell mit altbekanntem Rivalen
Gleich zu Beginn kam es zum Aufeinandertreffen zwischen den Bern Capitals und Unihockey Riviera. Nachdem sich die beiden Teams während der Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den ersten Platz geliefert hatten und die Capitals im letzten Direktduell als Gruppensieger hervorgegangen waren, bot sich für die Westschweizer die Chance zur Revanche. Eine spannende Affiche war angerichtet.
Trotz vorhandenem Selbstvertrauen starteten die Caps etwas verhalten in die Partie. Diese Anfangsnervosität nutzte Unihockey Riviera aus und ging in der 7. Minute in Führung. Mit zunehmender Spieldauer fanden die Berner jedoch besser ins Spiel. Der Ausgleich durch Levin Vonlanthen brachte die Capitals zurück in die Partie. In der Defensive fehlte im Slot weiterhin die letzte Konsequenz, was Riviera zu mehreren gefährlichen Abschlüssen verhalf, von denen zwei den Weg ins Tor fanden. Fabio Jeker erzielte kurz vor der Pause nach Zuspiel von Nils Röcken den wichtigen Anschlusstreffer zum 3:2.
Gestärkt aus der Pause zurückgekehrt, übernahmen die Capitals vermehrt das Spieldiktat. Nick Joder krönte diese Phase mit dem Ausgleichstreffer zum 3:3. Das Momentum schien nun klar auf Seiten der Berner zu liegen. Ein aus Sicht der Capitals bitterer Schiedsrichterentscheid brachte Riviera jedoch rund fünf Minuten vor Schluss erneut in Führung. Die Capitals gaben jedoch nicht auf und warfen in der Schlussphase nochmals alles nach vorne. Es war jedoch Unihockey Riviera, welche die Schlussoffensive nutzte und mit einem Treffer ins leere Tor den 5:3 Endstand besiegelte. Damit erhielt der Traum vom Aufstieg bereits nach wenigen Stunden im Wallis einen herben Dämpfer. Die Enttäuschung im Team war spürbar, die Heimfahrt nach Bern entsprechend bedrückt.
Spieltag 2: Alles oder nichts
Am Sonntag war die Enttäuschung über die Auftaktniederlage grösstenteils verflogen. Mit neuem Elan und spürbarer Abgeklärtheit reiste das Team erneut nach Sierre, entschlossen, die Erkenntnisse aus dem ersten Spiel umzusetzen. Auch wenn der Gruppensieg etwas in die Ferne gerückt war, blieb die Chance auf den Aufstieg als bester Zweitplatzierter über alle Aufstiegsgruppen weiterhin intakt. Klar war bereits, dass neben zwei Siegen auch das Torverhältnis hoch ausfallen musste. Entsprechend wurde der Gameplan auf möglichst deutliche Siege ausgerichtet. Die Wirkung liess nicht lange auf sich warten. Im Spiel gegen den Kantonsrivalen, Unihockey Emme, brachte Fabio Balmer die Capitals auf Pass von Florin Zimmerli nach nur 34 Sekunden in Führung. Zwar gelang Unihockey Emme in der 7. Minute der Ausgleich. doch danach übernahmen die Hauptstädter zunehmend das Kommando.
Ab der 12. Minute entwickelte sich die Partie zu einem regelrechten Torfestival. Die Treffer von Miro Bulut, Levin Vonlanthen, Nick Joder, Dominik Franz und Maël Kissler sorgten noch vor der Pause für eine komfortable 6:1-Führung. Auch nach der Pause fielen weiterhin Tore und so konnte das Spiel mit 11:3 gewonnen werden.
Der erste Schritt in Richtung Aufstieg war damit gemacht. Während der Pause richteten sich die Blicke gespannt auf die Resultate der Parallelgruppe. Schnell wurde klar, dass die Capitals sowohl nach Punkten als auch im Torverhältnis mit Ticino Unihockey gleichauf lagen. Neben einem Sieg im letzten Spiel musste somit auch die Tordifferenz stimmen um als bester Gruppenzweiter das Ticket für den Aufstieg zu ergattern. Entsprechend wurde das Team in der Garderobe nochmals eindringlich eingeschworen.
Die Entscheidung fällt in Spiel 3
Die Capitals starteten konzentriert in die Partie gegen den Gastgeber UHC Sierre. Nick Joder brachte die Berner früh in Führung. Beim Stand von 3:0 gelang Sierre mit dem Treffer zum 3:1 ein erstes Lebenszeichen. Der bis dahin punktelose Gastgeber hatte jedoch zunehmend Mühe mit dem Druck der Capitals, die ihren Gameplan konsequent umsetzten und das Score bis zur Pause auf 9:2 erhöhten. Unter den Torschützen reihten sich auch Philip Heck und Loïc Probst ein.
Auch nach der Pause liessen die Capitals nicht nach, bauten ihren Vorsprung weiter aus und feierten am Ende einen klaren 15:3 Erfolg.
Damit hatten die Capitals ihre Aufgabe erfüllt. Nun galt die Aufmerksamkeit dem Parallelspiel von Ticino Unihockey. Zwar gewannen auch sie ihre Partie, jedoch nicht im gleichen Ausmass und genau das machte den entscheidenden Unterschied. Damit stand fest: Die U14 der Bern Capitals steigt auf!

Siegermentalität als Schlüssel zum Erfolg
Der Aufstieg setzt den Schlusspunkt unter einer äusserst erfolgreichen Saison. Mit viel Herzblut, unermüdlichem Einsatz und einem starken Zusammenhalt hat sich das Team diesen Erfolg hart erkämpft. Besonders hervorzuheben gilt es die eindrückliche Reaktion auf die Auftaktniederlage. Der Glaube an das grosse Ziel blieb bis zur letzten Minute ungebrochen und wurde am Ende verdient belohnt.
Ein Blick auf die Statistik unterstreicht die starke Leistung zusätzlich. Die Capitals stellten über alle Teams der Aufstiegsspiele hinweg die beste Offensive und erzielten mit Abstand die meisten Treffer.
Ein grosses Dankeschön gilt den zahlreichen mitgereisten Fans, die das Team während des gesamten Turniers lautstark unterstützt und für eine grossartige Atmosphäre gesorgt haben. Ebenso bedanken sich die Capitals beim UHC Sierre für die hervorragende Organisation und die gelebte Gastfreundschaft.