Die Caps stehen im Halbfinal
Die Bern Capitals haben ihre Viertelfinalserie gegen Unihockey Luzern auf dem schnellstmöglichen Weg gewonnen und stehen im Halbfinal. Im abschliessenden Spiel zeigte das Team von Raphi Kohler eine reife Leistung und liess wenig Zweifel am Ausgang aufkommen.
Darauf dass die Serie gegen einen der meistgenannten Favoriten der 1. Liga-Gruppe 1 mit einem 3:0 für die Caps enden würde, hätten wohl nicht viele gewettet – schliesslich vermochte Unihockey Luzern beide Partien der Regular Season für sich zu entscheiden.
In der entscheidenden Phase der Meisterschaft konnte sich aber das Team aus der Hauptstadt markant zu steigern und wusste auf alles, was die Luzerner zu bieten hatten eine Antwort. Im dritten Spiel wurde deutlich, dass die Linie mit den Finnen sowie dem Skorer Patrick Laimbacher zwar eine der spielstärksten der Liga ist, aber dass die Caps dies mit ihrem Kader mehr als zu kompensieren vermochten.
Ausfälle kompensiert
Die Caps hatten in Hegg und Misteli zwei gewichtige Ausfälle zu kompensieren, und wie im ersten Spiel gelang dies dem Trainerteam bestens. In der ersten Linie nahm Tim Schütz den Platz von Misteli ein, während Georg Britt den angestammten Platz an der Seite von Luca Graf besetzte. Damit blieb in der zweiten Linie das Stürmertrio Walker-Kummer-Blaser beisammen, mit Ot Peters als zweitem Verteidiger neben Matthias Dähler.
Das erste Drittel war wiederum eine ausgeglichene Sache, mit einem ersten Berner Treffer durch David Johansson auf Pass von Schütz in der 10. Minute und dem Ausgleich durch die Finnen eine gute Minute später. Was auf den Gegentreffer folgte war die einzige wacklige Phase der Caps, als die dritte Linie im Kampf gegen die erste der Luzerner etwas Mühe bekundete – was aber angesichts der Qualität beim Gegner nicht wirklich erstaunen konnte.
Die Trainer passten in der Folge ihre Linienwahl an und liessen bis Drittelsende nur die ersten zwei Linien laufen. Diese kurze taktische Anpassung vermochte den Lauf der Luzerner zu stoppen.
Saisonende für Luzern
Vom zweiten Drittel an wurde langsam deutlich, dass sich die Luzerner mit dem Saisonende anfreunden mussten. Wieder mit drei Linien angetreten liessen die Caps sehr wenig zu und sämtliche Mannschaftsteile kämpften beherzt. Zwar vermochte Britt einen Penalty in der 25. Minute nicht zu verwerten, aber gegen Ende des Drittels erzielte der glänzend aufgelegte Jascha Blaser auf Pass von Captain Walker den erneuten Führungstreffer.
Was folgte war die Kür – im dritten Drittel trumpften die Caps noch einmal auf. In der 48. Minute traf Walker auf Pass von Miro Schwarz, anschliessend erzielte Blaser im Boxplay einen Shorthander (Assist Torhüter Sven Hübscher) zum 4:1 aus Berner Sicht. Ein letztes Aufflackern auf Seiten der Luzerner folgte in der 56. Minute durch die Finnen, die im Powerplay das zweite Tor der Einheimischen erzielten, aber mit einem Tor ins leere Tor im Powerplay durch Schwarz auf Pass von Walker war die Sache endgültig entschieden.
Nun folgt eine zweiwöchige Pause, bevor die Halbfinal-Serie ansteht. Zum Zeitpunkt der Redaktion dieses Textes stand der Gegner noch nicht fest, es würde aber nicht überraschen, wenn Lok Reinach sich als nächstes den Bernern entgegenstellt. Gegen Lok gewannen die Caps das Heimspiel, während das Auswärtsspiel verloren ging. Die Spiele beginnen am Wochenende vom 28. Februar wiederum mit einem Auswärtsspiel, gefolgt vom Heimspiel am 1. März.