2. Liga Frauen: Gemischte Gefühle
Nach zwei Spielen am Sonntag beträgt die Punktebilanz +2 Punkte. Nach einem hohen Sieg folgte ein hart umkämpftes Spiel gegen die direkten Verfolgerinnen, welches sich in den letzten Sekunden zugunsten der Gegnerinnen entschied. Mit vielen Torschützinnen und einer starken Teamleistung können die Bernerinnen trotzdem stolz auf sich sein.
Die Frauen des 2.-Liga-Teams mussten am Sonntag früh aufstehen. Sie durften den Turniertag in Giffers mit einem Spiel gegen UHC Genève eröffnen. Die Bernerinnen stellten sich auf ein körperlich hartes Spiel ein, musste man doch gegen Genf zweikampfstark sein. Um Punkt 10:00 Uhr startete das erste Spiel des Tages, doch es wollte zu Beginn nicht viel passieren. Die Capslerinnen dominierten das Spiel zwar deutlich, doch Genf präsentierte sich mit einer starken Defensive. In der 18. Minute versuchte Kormann, einen starken Schuss von der Mittellinie aus zu verwerten. Dies misslang, jedoch konnte Schluep den Abpraller hinter die Linie bringen. Jubel erklang und die Bernerinnen waren sichtlich erleichtert, hatten sie doch bereits einige Male auf das Tor geschossen. Eine Minute nach dem ersten Tor konnte Rytz mit einem Drehschuss unter die Latte einen behaglicheren Vorsprung für die Halbzeitpause ausbauen.
In der zweiten Halbzeit konnte nach einigen Minuten Knöfel auf Pass von Jordi den Vorsprung weiter ausbauen. Genf kämpfte weiter und versuchte, seine Chancen auszunützen. So gelang es Genf schliesslich, einen unglücklichen Holperpass ins Tor von Zeltner zu verwerten. Genf nahm ein Time-out und versuchte, den Rückstand aufzuholen. Doch kurz darauf stand Wyss im Slot frei und konnte auf Pass von Rytz das nächste Goal verbuchen. Nun hatten bereits vier verschiedene Torschützinnen den Gegner bezwingen können, und es sollten noch mehr werden. Quattrini war die Nächste. Mit einem sauberen Drehschuss war der nächste Treffer Realität. Noch immer hatten die Bernerinnen nicht genug. Genf wurde müde, und Captain Baioni nutzte die Chance. Ungedeckt stand sie am nahen Pfosten und konnte auf Pass von Quattrini den Ball ins Tor schieben. Damit stand das Endresultat 6:1 – und die Capslerinnen hätten nicht glücklicher sein können.
Das zweite Spiel gegen das Heimteam Aergera Giffers, die direkten Tabellenverfolgerinnen, sollte deutlich härter werden. Giffers war mit drei Blöcken gut aufgestellt und hatte den Vorteil des Heimpublikums im Rücken. Trotzdem waren die Bernerinnen überzeugt, ihre Stärken ausspielen und auch diesen Match für sich entscheiden zu können. Leider glückte der Start nicht wirklich. Bereits in der fünften Minute nutzte Giffers einen fatalen Fehlpass in der Verteidigung der Capitals im eigenen Slot aus und brachte Bern Capitals zum ersten Mal in Rückstand. Kurz darauf verletzte sich Jana Kormann unglücklich am rechten Finger, welcher schon vom ersten Match durch einen Sturz vorbelastet war, sodass das Team vorübergehend kurz Chaos in der Aufstellung hatte. Doch diese Turbulenzen überstanden die Capslerinnen ohne Gegentor. Nach und nach fanden sie wieder besser ins Spiel und erspielten sich einige Chancen. Kurz vor der Pause hatte das Auswärtsteam durch eine Zweiminutenstrafe gegen Giffers wegen eines Stockschlags sogar noch die Chance auf ein Überzahl-Goal. Diese konnte trotz einiger guter Abschlüsse leider nicht genutzt werden. Und so ging es mit einem Tor Rückstand in die Pause.
Die zweite Halbzeit startete zur Freude von Giffers gleich wie die erste. Nur nach wenigen Minuten verwerteten sie einen Konter, und der Ball fand erneut den Weg hinter die Torlinie von Carmen Zeltner. Doch die Capslerinnen gaben sich noch nicht geschlagen. Auch Laura Quattrini war fest entschlossen, den Sieg noch zu holen, und schoss nach einem tollen Sololauf durch die Defensive von Aergera den Anschlusstreffer. Als sich drei Minuten vor Schluss immer noch nichts am Spielstand geändert hatte, nahm Bern das Time-out und spielte von nun an mit sechs Feldspielerinnen. Für diese Entscheidung wurden die Trainer nach nur einer Minute belohnt: Baioni traf mit einem spektakulären Backhandschuss auf Zuspiel von Knöfel zum 2:2. Die Erleichterung beim Gastteam war gross. Doch leider hatten sie sich zu früh gefreut. Nach dem Time-out von Giffers war das Glück auf der Seite des Heimteams. Mit einem gezielten Weitschuss brachte Giffers sich erneut in Führung – und dies nur dreissig Sekunden vor Schluss. Frustriert mussten sich die Tabellenführerinnen nach dem Schlusspfiff geschlagen geben.
Trotz dieser Niederlage bleibt Bern an der Tabellenspitze und ist entschlossen, aus der nächsten Runde wieder mit vier Punkten zurückzukehren.