Auf diese Gegner trifft unser Herren-Eins
Am 12. September geht die Saison der 1. Liga Herren los: Mit dabei das Caps Fanionteam unter Headcoach Raphael Kohler. Hier seine Einschätzung der Gegnerschaft sowie einen kurzen ersten Einblick in unser rundumerneuertes Team. Eine längere Vorschau folgt kommende Woche.
Team Aarau (Tabellenplatz Vorsaison: 10.)
Die Aarauer haben nach dem Wiederaufstieg eine ordentliche Saison gezeigt und vor allem in ihrer berühmt-berüchtigten Heimstätte manchem Favoriten ein Bein gestellt. Das Team erhält auf die kommende Saison Verstärkung durch den in der Liga bekannten Tschechen Thomas Vojtisek und Basil Schibli von NLA-Aufsteiger Kloten-Jets. Mit einem weiteren Jahr 1. Liga- Erfahrung, den starken Zuzügen und der Schachenhalle im Rücken werden die Aarauer auch in der neuen Saison nicht zum Lieblingsgegner der Favoriten.
Black Creek Schwarzenbach (Aufsteiger aus 2. Liga)
Der Lift hält mal wieder oben. Die klassische Lift-Mannschaft aus Huttwil schaut einmal mehr in der 1. Liga vorbei. Wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt, zeigten die Indianer bereits vor dem Abstieg, wo man nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses die Playoffs verpasste und dann den bitteren und unverdienten Gang in die 2. Liga antreten musste. Jetzt sind die Creeker zurück und werden vor allem mit ihren zwei Parade-Linien im Kampf um die Playoff-Plätze mitmischen.
Corcelles-Cormondrèche (4.)
Grundsolide, wie gewohnt, spulten die Neuenburger auch letzte Saison ab. Vor allem die starke Vorrunde war beeindruckend. Erst gegen Ende der Quali und insbesondere in den Playoffs ging den Wallabies die Luft aus. Einen guten Saisonstart darf man auch in der kommenden Spielzeit erwarten. Der Staff und das Team bestechen seit dem Aufstieg 2024 mit Konstanz, klarem Konzept und starken Individualisten rund um Eliot Farron und dem Finnen Antti Suoraniemi. Im Cup konnte mit den Eagles aus Aigle ein Ligakonkurrent klar in Schach gehalten werden (8:3) und auch im Testspiel gegen die Capitals resultierte ein Sieg (5:3).
Eagles UHC Aigle (8.)
Wie Gallier kämpfen sich die Adler vom Genfersee durch die Liga. Kaum ein Team agiert dermassen systemtreu und überzeugt kämpferisch so konstant. Dieses Feuer führte den Aussenseiter zweimal in Folge in die Playoffs. Dabei gelang es ihnen, den späteren Aufsteiger Lok Reinach bis in die Belle zu fordern. Ein Stimmungsteam sondergleichen, welches zusammen mit den heissblütigen Fans für einen Farbtupfer in der Liga sorgt. Ob es noch ein drittes Mal in den erlauchten Kreis der besten acht Teams reicht?
Lions Konolfingen (5.)
Die Löwen aus dem Emmental überstanden ihren grossen Umbruch erstaunlich gut und erreichten problemlos einen sicheren Playoff-Rang. Dort gelang der Einzug in die Top 4 und somit eine erfolgreiche Saison nach dem «Rebuild». Die Lions bestechen seit Jahren durch Gradlinigkeit, Willen und Power. Dank deutlich weniger Wechseln dürften die Konolfinger auch diese Saison zur erweiterten Spitze gehören. Zu erwähnen gilt es zwar den Abgang von Skorer Janosch Bigler, der aber durch den Zuzug von Tigers-Talent Noel Haldemann sicherlich abgedämpft werden dürfte.
LUC Floorball Epalinges (7.)
Einer der Transfersieger! Da zeigen die Weichen wohl nach ganz weit oben. Drei ausländische Verstärkungsspieler und ein schwedischer Coach untermalen die Ambitionen der Waadtländer. Eine doch ungewöhnliche Vorwärtsstrategie für einen 1. Liga Verein. Auch diverse nationale Zuzüge aus der zweithöchsten Schweizer Spielklasse deuten auf einen breit verstärkten Kader hin. Mit dem Playoff-Kampf dürften die Eulen nichts zu tun haben und sich nach oben orientieren.
Unihockey Emme (2.)
Nach dem Aufstieg von Lok Reinach der Topfavorit für den Qualisieg und den Aufstieg. Bereits in der Vorsaison kratzte das Emmentaler Fusionsprodukt am Gang in die National-Liga. Wer aufsteigen will, muss auch in der kommenden Spielzeit an Unihockey Emme vorbeikommen. Das bereits hochdekorierte Kader wurde durch den Finnen Lauri Palvaila, Tigers Jung-Talent Adrian Mosimann, dem wohl besten Schweizer Offensiv-Verteidiger der NLB, Tim Schwendimann und dem aufstrebenden Bieler Center James Ten verstärkt. Alles andere als der Platz an der Sonne wäre eine Überraschung.
Unihockey Limmattal (Absteiger aus NLB)
X-fach schienen die Limmattaler in den Playouts gegen Grünenmatt im entscheidenden Penaltyschiessen schon gerettet. Am Ende mussten sie trotzdem den Gang in die Abstiegsspiele und dort sogar die Relegation in Kauf nehmen. Mit Blick auf den Kader, die Punkteausbeute in der NLB und die Zuzüge auf wichtigen Positionen (insbesondere zwischen den Pfosten) deutet viel darauf hin, dass es nur ein vorübergehender Zwischenstopp in der 1. Liga sein soll. Nebst Unihockey Emme der grösste Aspirant auf einen Final-Platz.
Unihockey Luzern (3.)
Vor Jahresfrist waren die meisten Unihockey-Kenner der Überzeugung, dass Luzern sich den Quali-Sieg und den Aufstieg sichern würde. Nach zwei Trainerwechseln, einem dritten Quali- Rang und dem sang- und klanglosen Ausscheiden im Viertelfinal (0:3 vs. Bern Capitals), reagierten die Verantwortlichen der Leuchtenstädter erneut auf dem internationalen Transfermarkt. Neben den überragenden Finnen Joonas Viitanen und Roope Kainulainen (zusammen 108 Scorerpunkte) gesellt sich der ehemalige finnische U19-Captain Amos Jäppinen dazu. Offensiv wird es wohl wieder knallen. Gespannt darf man sein, ob die Luft diesmal länger hält. Fürs Heimrecht sollte es allemal reichen.
Unihockey Mittelland (9.)
Im Gegensatz zu Konolfingen gelang den Mittelländern der Umbruch weniger gut. In Olten gab es nach zahlreichen Playoff-Schlachten wieder einmal Playout-Unihockey zu sehen. Gegen das inferiore Hünenberg setzten sich die Oltener souverän durch. Auch die kommende Saison dürfte herausfordernd sein. Die Mannschaft scheint talentiert, aber auch sehr jung zu sein. Vor allem der Abgang von «Lebensversicherung» Julian Berlinger dürfte schmerzen. Entwickeln sich die jungen Wilden entsprechend, sollte der Sprung über den Strich wieder möglich sein, ansonsten wird UM erneut hartes Brot essen müssen.
Züri Süd (12. Gruppe 2)
Das letztjährige Tabellenschlusslicht der 1. Liga Gruppe 2 ist eine grosse Unbekannte im West- Universum. Gegen den starken und ambitionierten Zweitligisten Zulgtal Eagles sicherten sie sich den Ligaerhalt souverän und verdienten sich dadurch eine weitere Saison in der dritthöchsten Spielklasse. Im Wissen um die starken, umliegenden Nationalliga-Vereine darf davon ausgegangen werden, dass das eine oder andere bekannte Gesicht zu Beginn der Saison in den Zürcher Farben auflaufen wird.
Bern Capitals (6.)
Nach einer grundsoliden Qualifikation, einem überzeugenden Playoff-Viertelfinal und einer ernüchternden Halbfinal-Serie war es schwierig, die Capitals einzuschätzen. Die Wahrheit liegt wohl am Ende irgendwo bei Quali-Rang 6. Nach dreizehn Abgängen und einer kompletten Verjüngung des Kaders werden die Hauptstädter ihr Leistungsvermögen von Monat zu Monat steigern müssen, um im Frühjahr über dem Strich möglichst lange Unihockey zu spielen. Die Mannschaft besitzt bestimmt ein hohes Potenzial nach oben, durch den Weggang vieler Routiniers aber noch nicht die nötige Konstanz. Dieser Aufgabe wird sich die neue Caps- Ausgabe 2026/2027 stellen. Ein erstes Mal am 12. September 2026 anlässlich des Mobiliar Caps Day in der Wankdorfhalle im Spiel gegen Aigle.