Durchzogene Doppelrunde für die Caps

Die erste Mannschaft der Bern Capitals blickt mit gemischten Gefühlen auf das Wochenende zurück. Aus zwei Heimspielen resultiert ein Sieg nach Verlängerung und eine knappe Niederlage.

Spiel gegen Team Aarau

Im Samstagsspiel gegen Aarau kamen die Caps gut aus der Kabine. Schon in der zweiten Minute verwertete Kapitän Oliver Walker ein Zuspiel von Georg Britt. Leider konnte das Team den Schwung nicht mitnehmen, wobei vor allem die Linie um Luca Graf eine schwierige Phase einzog. Die Aarauer spielen sich von der 5. bis zur 7. Minute dreimal viel zu einfach durch die Reihen der Einheimischen und stellten das Score auf 1:3. Zuviel für Coach Raphi Kohler, der vermutlich zum ersten Mal überhaupt die Graf-Linie auf die Bank beorderte.

Bis Ende des ersten Drittels passierte dann nichts entscheidendes mehr, bis dass die Gäste sich die erste kleine Strafe kurz vor der Pause holten. Die jüngst arg schwächelnde Powerplayformation vermochte daraus zu Beginn des zweiten Drittels auf dem letzten Drücker Profit zu ziehen – wobei Marlo Misteli auf Pass von Luca Graf einnetzte. Wie so oft vermochten die Caps dem Druck unmittelbar nach dem Treffer nicht standzuhalten und die Aarauer stellten 16 Sekunden nach dem Gegentor den alten Vorsprung wieder her. Gegen Spielmitte wiederholte sich das Spiel noch einmal, kurz nach einem Tor wieder durch Misteli auf Pass von David Johansson erzielten die Aarauer diesmal die Führung zum 3:5.

Nachdem eine erste Strafe gegen die Caps kurz nach Spielmitte ohne Schaden überstanden war, nutzten die Einheimischen Ende zweites Drittel ein eigenes Powerplay, wobei Misteli zum dritten Mal skorte, dieses Mal auf Pass von Sven Kummer. Mit dem knappen 4:5 gingen die zwei Teams ins letzte Drittel. Dieses war dann mitunter geprägt von sechs Strafen, wobei die Aarauer erst noch eine 10-Minuten-Strafe einzogen.

Bevor die Strafenflut ihren Lauf nahm, schaffte Walker den Ausgleich für sein Team womit wieder alles offen war. Knapp 10 Minuten vor Schluss nutzte Johansson eine weitere Strafe, auf Pass von Graf. Zum ersten Mal seit dem ersten Drittel lagen die Caps wieder vorne. Leider hielt die Führung nur bis eine Minute vor Schluss, wobei die Aarauer ein eigenes Powerplay zum 6:6 nutzten.

In der Overtime sorgte die sehr stabile Linie um Walker für die Entscheidung, wobei der Kapitän ein Zuspiel von Jascha Blaser für seinen dritten persönlichen Treffer nutzte.

Spiel gegen Corcelles-Cormondrèche

Im Sonntagsspiel gehörte die erste Hälfte der Partie den Gästen, die zweite den Einheimischen. Es zeigte sich, dass die Linie von Graf und Johansson zwar offensiv gegen jeden Gegner sehr gefährlich, aber gleichzeitig nach hinten anfällig ist. So kassierte die nominell erste Linie zwei der drei Gegentore, welche die Gegner bis Spielmitte erzielten.

Nachdem die Trainer auf Linie Graf und Linie Walker reduziert hatten, sahen sich die Gäste zunehmend in die Defensive gedrängt und Maximilian Hegg erzielte auf Pass von Miro Schwarz in der 38. Minute einen wunderschönen Treffer zum 1:3. Eigentlich blieb genug Zeit, um das Defizit noch aufzuholen. Vor allem nachdem Luca Graf in der 45. Minute auf Pass von Matthias Dähler auf 2:3 verkürzte. Leider vermochten die Caps anschliessend zwei Powerplays nicht zu nutzen, auch wenn der Druck stetig wuchs.

Es war jedenfalls kein Wunder, dass der gegnerische Torwart nach der Partie zum Best Player gewählt wurde, wobei sein Gegenüber, Sven Hübscher, ebenfalls eine sehr gute Leistung geboten hatte.

Trotz der Niederlage gab es auf Seiten der Caps eine positive Personalie zu vermelden, denn der U21-Spieler Ot Peters zeigte im letzten Drittel eine Topleistung in der zweiten Linie und erhielt dafür den Best Player-Award zugesprochen.