1. Liga: Caps umschiffen heikle Klippe elegant

Die erste Mannschaft der Männer erringt am Sonntag einen klaren Sieg gegen den letztjährigen Playoffgegner Luzern. Dabei vermögen alle Linien wichtige Impulse zu erbringen.

Die letzten drei Begegnungen gegen Luzern gewannen die Caps allesamt – im Viertelfinal der letzten Saison bezwangen die Berner die Luzerner mit 3:0. Bei den Luzerner sind die Eckpfeiler des letztjährigen Teams zu einem guten Teil noch dabei – die Finnen Roope Kainulainen und Joonas Viitanen und Skorer Patrick Laimbacher als wichtigste Beispiele. Trotzdem sind die Luzerner schlecht in die Saison gestartet und haben lediglich einen Sieg – dafür einen sehr klaren gegen Unihockey Mittelland – auf dem Konto.

Ein Team also mit einigen Topspielern, hohen Erwartungsdruck aber wenig Punkten, es galt also mit voller Konzentration und guter Strategie ins Spiel zu gehen. Und wie schon gegen Aigle, Konolfingen und auch Schwarzenbach gelang dem Heimteam der Einstieg sehr gut. Nach 9 Minuten führten die Caps mit 3:0, getroffen hatten Marlo Misteli (2X, Assist Louis Flühmann; Penalty) sowie Flühmann (Assist Misteli). In dieser Phase kamen die Luzerner mit dem Tempo und Spielwitz der Berner nicht klar. Dann kamen die Luzerner besser ins Spiel, und ihre Topscorer konnten bis Ende Drittel zum 4:4 ausgleichen – zwischenzeitlich hatte Oscar Hammarqvist mit Olle Asklöf herrlich zum 4:1 kombiniert.

Starkes zweites Drittel

Das erste Drittel zeigte, dass ein Spiel gegen Luzern kompliziert werden kann, wenn die Finnenlinie ins spielen kommt. Und trotzdem stimmte die Arbeit über alle drei Linien optimistisch. Diese Breite im Kader sollte dann auch wesentlich zum Sieg über die Luzerner beitragen.

War das erste Drittel noch ausgesprochen torreich, zeigten sich die zwei Teams im zweiten Abschnitt erstmal auf Stabilität bedacht. Erst nach Spielmitte hatten die Caps eine erste zwingende Aktion – die schon zum zweiten Penalty führte. Nachdem dieser vergeben wurde, dauerte es allerdings nur zwei Minuten bis die Caps mit 6:4 in Führung gehen konnten (Hammarqvist – Asklöf und Flühmann auf Pass von Jascha Blaser). Nach einigen durchzogenen zweiten Abschnitten war dieses Drittel gegen Luzern stark, mit der Null gehalten hinten und zwei weiteren Treffern vorne, wobei Flühmann seinen Kontertreffer ausgesprochen kaltblütig vollendete.

Der dritte Abschnitt bewies, dass die Caps eine Kaderbreite haben, die ihnen gegen ein Team wie Luzern zum Vorteil gereicht. Das 7:4 und 9:5 wurde von der Linie erzielt, die als Aufgabe primär die Kontrolle der Finnenlinie der Luzerner hatte. Es trafen Pascal Ritter auf Pass von Jaspar Bischof und Tim Schütz auf Pass von Miro Schwarz. Zwischendurch kombinierten noch einmal Asklöf und Hammarqvist. Und den Abschluss zum 10:5 kam mit dem dritten Penalty, den Flühmann zu seinem dritten Treffer verwertete.

Jetzt gegen Olten

Die Partie kann aus verschiedenen Perspektiven erzählt werden – so erzielte das Duo Flühmann und Misteli gemeinsam drei Treffer und das Schwedenduo ebenso. Die dritte Linie machte zwei Treffer, und dann waren da noch zwei Penaltys. Nicht zu vergessen die weitere Topleistung von Nando Schmellentin im Tor. Auch die Verteidigerpaare harmonierten gut und vermochten die Gegner bis auf wenige Ausnahmen unter Kontrolle halten, gut unterstützt durch die Center. Mit Timo Jost und Jaspar Bischof wechselte Raphi Kohler und sein Trainerteam zudem richtig starke Spieler ein, die neue Impulse zu setzen vermochten.

Das nächste Spiel findet auswärts bei Unihockey Mittelland in Olten statt (20 Uhr). Mittelland hat bislang sämtliche Spiele verloren, aber am Wochenende gegen den Leader Emme nur ganz knapp verloren.