1. Liga: Bern Capitals verlieren Cupspiel gegen ULA knapp

Am Sonntag stand der Cupmatch gegen ULA auf dem Programm der ersten Mannschaft der Caps. Nach zwei ausgeglichenen Dritteln vermochten die Gäste aus Langenthal im letzten Drittel zuzulegen und das Glück auf ihre Seite zwingen. Die Caps können aus dem ersten Ernstkampf dennoch viel Positives mitnehmen, um beim Start in die neue Saison durchzustarten.

In einer durch die Hitzewelle und nach einem Wochenende mit vielen Juniorenspielen aufgewärmten Mooshalle in Gümligen brauchten beide Teams keine Phase des Abtastens. Schon bald zeigte sich auch, dass das 1. Liga-Team der Caps mit dem NLB-Team von ULA absolut auf Augenhöhe agierte, ja eher einen Tick zwingender wirkte. So war die Führung in der 8. Minute durch Nicola Kappeler – eine klassisches Stocher-Tor – auch nicht gestohlen.

Auf das erste Tor in einem Ernstkampf der Saison 26/27 durch einen Bisherigen folgte eine Kombination von zwei Neuen zum 2:0 in der 12. Minute. Louis Flühmann schloss ein Zuspiel von Oscar Hammarqvist trocken ins kurze Ecke ab. Die beiden bildeten mit dem Verteidigerpaar Georg Britt/Jarno Hofmann und Miro Schwarz auf dem Flügel die erste Linie. In der zweiten liessen die Coaches Matthias Dähler/Ot Peters mit Joel Bolliger, Olle Asklöf und Timo Wiedmer laufen. Die dritte Linie wiederum lautete Tim Schütz, Timon Schmid in der Verteidigung, Nino von Siebenthal mit Kappeler und Pascal Ritter vorne. Im Tor erhielt Nando Schmellentin Gelegenheit, sich dem Heimpublikum zum ersten Mal zu zeigen.

Mendrek als Matchwinner

Nach dieser sehr guten Anfangsphase der Caps vermochten die Gäste das Spiel bis zur ersten Pause zu drehen. Mit dem 2:2 erzielte Jakub Mendrek seinen ersten von vier Toren. Seine Treffsicherheit sollte ultimativ den Unterschied zwischen zwei ähnlich starken Teams ausmachen. Im zweiten Drittel erzielte Mendrek kurz nach Spielmitte sein zweites Tor zur zwischenzeitlichen Führung, worauf Kappeler in der 34. Minute auf Pass von Schütz den Gleichstand wieder herstellte. Mit dem 3:3 ging es in die zweiten Pause – mit einer absolut offenen Ausgangslage.

Das letzte Drittel ist rasch erzählt. Während ULA nach dem 3:4 auch noch von einem Powerplay zu profitieren vermochte, gelang den Bernern gleiches nicht. Das Powerplay wirkte noch nicht eingespielt – kein Wunder, der als Steuermann eingesetzte Hammarqvist war gerade mal eine Woche mit dem Team im Training. Die Automatismen konnten noch nicht stimmen. Auch mit dem abschliessenden Spiel 6 gegen 5 konnten die Caps die Wende nicht mehr erzwingen.

Zwei Monate bis zum Saisonstart

Das stark erneuerte Team der Caps konnte den ersten Ernstkampf der Saison nicht gewinnen, trotz guten Ansätzen gerade in den ersten zwei Dritteln. Die Trainer wissen, dass noch viel Arbeit in der Abstimmung ansteht und die Spieler, welche gestern nicht ran durften und die Abwesenden haben ihre Ansprüche auf Einsatzzeit. Die Ansätze aber stimmten und die 140 Zuschauerinnen und Zuschauer dürften ihr Kommen kaum bereut haben.

Es stehen nun zwei Monate Arbeit an. Die Integration aller Neuen ins Teamgefüge und auf dem Feld ist im Gange, die Linien werden erst gebildet und Hierarchien geformt. Am 12. September beim Saisonstart im Wankdorf will das Trainerteam einen grossen Schritt weiter sein und den dann hoffentlich sehr zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern auf den Tribünen einen starken Auftritt zeigen.