Raphael Kohler: «Verhalten Positiv»

Die erste Mannschaft der Bern Capitals liegt Ende Kalenderjahr 2025 auf dem sechsten Zwischenrang und damit auf einem Playoff-berechtigten Platz. Auf den ersten Playout-Platz hat das Team neun Punkte Vorsprung, bei noch fünf zu spielenden Runden. Hier nimmt Headcoach Raphi Kohler Stellung zu Fragen zum bisherigen Saisonverlauf.

Raphi Kohler, wie lautet Dein Fazit zum bisherigen Saisonverlauf?

Insgesamt fällt das Fazit verhalten positiv aus. In 17 Partien konnten wir zehn Siege feiern, wobei insbesondere die Erfolge gegen die Spitzenteams Reinach und Emme herausstechen. Ärgerliche Punktverluste mussten wir unter anderem in den ersten Begegnungen gegen Mittelland, Konolfingen und die Hornets hinnehmen.

Fazit zum Saisonverlauf: Verhalten positiv (Photo: Catia Baioni)

Wo gilt es mit Blick auf die verbleibenden Partien der Qualifikation anzusetzen?

Erreichen wir unseren gewünschten Fokus, müssen wir uns vor keinem Gegner verstecken. Verlieren wir uns hingegen auf unwesentlichen Ebenen, sind wir durchwegs verwundbar. Diesen Fokus im Training wie auch an den Spieltagen konstant abzurufen, wird unsere zentrale Aufgabe im Jahr 2026 sein.

Wie erklärst Du dir die Schwankungen bei den Leistungen? Gilt es taktische Retuschen anzubringen?

Im Hinblick auf die verbleibenden Partien der Qualifikation müssen wir dafür sorgen, konstanter und breiter aufgestellt aufzutreten. Aktuell gelingt es uns noch zu selten, über die gesamte Spielzeit hinweg ein stabiles Leistungsniveau zu halten.

Schwankungen sowie Momentum-Dynamiken innerhalb eines Spiels sind normal. Entscheidend wird jedoch sein, dass wir in Phasen mit Ausschlägen nach unten weniger anfällig agieren und diese möglichst ohne oder nur mit geringem „Schaden“ überstehen.

Silvan «Züri» Zürcher in Action (Photo: Catia Baioni)

Wie ist die Stimmung im Team?

Die Stimmung im Team ist gut. Den erwarteten und durchaus normalen November-Blues haben wir gut überstanden. Dabei hat die Mannschaft – und insbesondere der Captains Club – Verantwortung übernommen und entscheidend dazu beigetragen, die Weichen wieder in die richtige Richtung zu stellen.

Zentral bleibt die Rollenklarheit für die einzelnen Spieler. Diese wurde vor der Saison gemeinsam erarbeitet und wird aktuell über die Festtage nochmals überprüft. Übernehmen und erfüllen die Spieler die ihnen zugedachte Rolle, kann uns die Teamdynamik enorm weit tragen. Gelingt uns das nicht, stellen wir uns selbst ein Bein.

Besonders hervorheben möchte ich Silvan «Züri» Zürcher, der trotz aktuell begrenzter Spielzeit einen grossen Einfluss auf die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft hat. Charaktere wie er prägen ein Team nachhaltig und dienen insbesondere den jüngeren Spielern als Vorbild.


Raphael Kohler steht in seiner zweiten Saison als Headcoach der Bern Capitals. Sein Team umfasst die Assistenten Elia Garbely und Markus Bieri, die Physiotherapeutin Ramona Brechbühl sowie die Athletiktrainerin Elita Amato.


Momentan ruht der Meisterschaftsbetrieb und die Mannschaft von Raphi Kohler kuriert Blessuren aus und nimmt Anlauf auf die ausstehenden fünf Partien der Qualifikation. Weiter geht es schon am Wochenende des 10. und 11. Januar, gleich mit einer Doppelrunde Samstag und Sonntag. Zuerst geht es auswärts gegen den Leader Lok Reinach, am Sonntag gastiert der Tabellenletzte Einhorn Hünenberg bei den Caps.

Das letzte Spiel der Qualifikation tragen die Caps am 25. Januar in Aarau aus. Anschliessend beginnen (hoffentlich) die Playoffs.