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11.10.2020Ligacup Herren

Cup-Drama mit Happyend für die Jungsenioren

Der 1/32-Final stellte für die 4.Liga-Mannschaft der Bern Capitals Ost eine wahre Herausforderung dar. Gegen die Riviera Raptors aus der 1.Liga mussten die Jungsenioren über sich hinauswachsen. Das taten sie. Phasenweise zumindest.

David gegen Goliath – für so manches Duell im Sport wurde die biblische Geschichte als Vergleich herangezogen. Auch wenn die Partie im 1/32-Final des Kleinfeldcups zwischen den Rivera Raptors und den Bern Capitals Ost III wohl weniger relevant sein wird für die Menschheitsgeschichte, so wissen wir in diesem Fall zumindest mit Sicherheit, dass sie wirklich stattgefunden hat. So mancher der Anwesenden wird diesen Abend in der Sporthalle Moos in Erinnerung behalten. Aber der Reihe nach. 

Das erste Drittel misslang den Platzherren. Offensiv konnten zu wenige Akzente gesetzt werden. Defensiv stimmt die Zuteilung nicht immer. Entsprechend lag man 3:6 im Rückstand. Immerhin schien es nicht auf einen Abnützungskampf hinauszulaufen. Der Kräfteverschleiss konnte in Grenzen gehalten werden.

Das zweite Drittel war eher nach dem Gusto der jungen Senioren. Phasenweise spielten sie sich förmlich in einen Rausch. Auch das Powerplay funktionierte immer besser. Schliesslich lag man nach 40 Minuten mit 11:8 im Vorsprung und so langsam dachte der eine oder andere bereits an die nächste Cuprunde (oder an was auch immer)… 

Natürlich wurde das bestraft. Die Romands schienen im Stolz getroffen zu sein und drehten auf. Tor für Tor holten sie auf und irgendwann glichen die Raptors aus, bis sie schliesslich sogar mit 14:13 in Führung lagen und die Zeit war auf unter drei zu spielende Minuten runtergelaufen. Zeit in Panik zu verfallen. Das geschah nicht. Offenbar schienen die vielen Schlachten, die die Hausherren in ihren Karrieren geschlagen haben, sich in Routine auszuzahlen. Vielleicht war es auch einfach nur Glück, aber das würde die Geschichte der letzten Minuten weniger denkwürdig erscheinen lassen. Daher sprechen wir von Routine.

Die Geschehnisse überschlugen sich. Zuerst hatten die Gäste nach einem schönen Querpass das wohl entscheidende Tor zum 15:13 auf der Schaufel. Torhüter Waldspurger vernichtete die Chance mit einer sensationellen Parade und hielt die Hoffnung auf die nächste Cuprunde am Leben. Danach konnten die Hausherren den Ball lange nicht in ihre Reihen bringen bis schliesslich Teuscher seinen gefühlt 100sten Zweikampf gewann, der Ball Stettler in den Lauf prallte und dieser nach dem Motto «Bügel oder drüber» überraschenderweise nicht zu hoch schoss – Ausgleich! Und das 13 Sekunden vor dem Spielende… Das war aber noch nicht der Höhepunkt dieser Partie. Während sich die Jungspunte aus der Westschweiz gedanklich in der Overtime wähnten, setzten Geiser und Meier zum K.O.-Schlag an: Sie fingen kurz nach dem Bully den Gegenstoss ab, Geiser passte quer auf Meier und dieser versenkte den Ball zum entscheidenden 15:14 in den Maschen. Vier Sekunden vor Schluss!

Ein Drama, das Lust auf mehr macht. Wann das nächste Cupspiel ansteht und wer der Gegner sein wird, ist noch nicht abschliessend geklärt. Sicher ist, dass die Jungsenioren Lust auf ein weiteres Cup-Drama haben!

 

Bern Capitals Ost III vs. Riviera Raptors 15:14

 

Sporthalle Moos Gümligen

Schiedsrichter André Aeschbacher |

Zuschauer 15

 

 

Das entscheidende Tor von Meier