1. Liga: In Luzern haarscharf am Punkt vorbeigeschrammt

Die Bern Capitals hatten gegen Luzern noch eine Rechnung offen – im Hinspiel holten sich die Berner eine empfindliche Niederlage ab. Das Spiel am Samstag brachte zwar keine resultatmässige Revanche, aber leistungsmässig bewegten sich die zwei Teams auf Augenhöhe.

Die Partie in Meggen verlief durch mehrere Phasen. Die Berner kamen gut ins Spiel und gingen schon in der fünften Minute durch einen Schuss von Captain Oliver Walker auf Pass von Jarno Hofmann in Führung, durchaus verdient. Leider vermochten die Caps diese Führung nicht auszubauen und konnten vom einzigen Powerplay der Partie in der 12. Minute nicht profitieren – letztlich blieb es bei Schüssen, die allesamt im gegnerischen Block hängenblieben.

Schwächephase mit drei Gegentoren

Als alles schon auf eine 1:0 Führung zur ersten Pause hindeutete, drehten die Einheimischen aufs Gaspedal und die Caps gerieten kurz aber heftig aus dem Tritt. Innert 50 Sekunden in der 18. und 19. Minute erzielten die Luzerner drei Tore. Nach ein paar lauten Worten auf der Bank der Caps kriegten sich die Kohler-Jungs wieder ein und gingen mit dem 1:3 in die erste Pause.

Die Schwächephase sollte sich allerdings noch rächen, wie der weitere Spielverlauf zeigte. Im zweiten Drittel neutralisierten sich die Teams weitgehend. Einzig die Luzerner erzielten ein Tor, das zählte. Marlo Mistelis Einzelleistung wurde wegen einem angeblichen hohen Stock annulliert. So vermochten die Einheimischen ein 4:1 in die Pause zu nehmen.

Starkes letztes Drittel der Caps

Im letzten Drittel allerdings kippte das Momentum komplett auf die Seite der Caps. Die Gäste kamen mit einer aggressiven Strategie aus der Pause. Raphi Kohler forcierte fortan zwei Linien. In der Graf-Linie reduzierte er das defensive Element und ging fortan mit vier offensiven Kräften, gesteuert durch Luca Graf, auf Torejagd. Die andere Linie vereinte die letztjährigen Skorer Blaser, Walker und Kummer mit den Verteidigern Britt und Hofmann. Beide Linien funktionierten und die Caps erzielten durch Misteli (Johansson) und Johansson (Schwarz) zwei Tore zum 3:4. Leider fiel der fällige Ausgleich nicht mehr, aber der Ausgang war bis zur letzten Sekunde offen. Symbol dafür war das Timeout der Luzerner 7 Sekunden vor Schluss.

Die Berner verlieren zwar wie gegen Lok Reinach letztlich sehr knapp, bewegen sich aber einmal mehr auf Augenhöhe mit dem Gegner. Es bleiben in der Qualifikation nun noch zwei Runden zu spielen. Am kommenden Samstag um 16 Uhr spielen die Caps zuerst zu Hause im Moos gegen Konolfingen, bevor sie am Sonntag um 18 Uhr die Qualifikation bei Aarau (Schachenhalle) abschliessen. Nachher beginnen die Playoffs.