Derbysieg mit Fragezeichen

Die Bern Capitals gewinnen ein überraschend emotionsarmes Derby nach Rückstand im Penaltyschiessen. Am heutigen Sonntag reisen die Caps zum abschliessenden Qualifikationsspiel nach Aarau.

Die Caps starteten schläfrig in die Partie und trotz gut besetzten Rängen kam beim Heimteam weder Intensität noch Stimmung auf. Im ersten Drittel waren die Gäste die klar bessere und wachere Mannschaft. Die Capitals liessen jegliche Konsequenz vermissen. Der 1:3 Rückstand ging dabei in Ordnung. Zu viele gefährliche Konter liessen die Berner zu, wobei vor allem die Paradelinie anfällig wirkte.

Marlo Misteli verwirrt den Gegner (Photo: Catia Baioni)
Spielerische Steigerung im zweiten Umgang

Drittel Nummer zwei brachte nebst Umstellungen in den Linien auch spielerisch eine Steigerung. Der Ballbesitz konnte gesteigert werden und die Capitals erarbeiteten sich bessere Abschlussgelegenheiten. Der Rückstand wuchs anfänglich auf 1:4, konnte anschliessend um zwei Längen verkürzt werden, nur um wieder auf 3:5 anzuwachsen. Mit dieser Hypothek ging es ins Schlussdrittel.

In Action: Jascha Blaser (Photo: Catia Baioni)
Erfolgreiche Umstellungen

In diesem stellte der Trainerstab erneut um und reduzierte die Kräfte auf zwei Linien. Dies brachte den späten Erfolg. Mittlerweile klar spielbestimmend, setzten die Hausherren die Emmentaler gezielt unter Druck. Diese blieben jedoch mittels Konter jederzeit brandgefährlich. So endete eine äusserst torreiche Partie nach 70 Minuten mit 7:7 und einem Penaltyschiessen. Zu erwähnen gilt, dass die Capitals den Ausgleich erst 29 Sekunden vor Schluss und einer tollen Kombination bei 6 vs. 5 Feldspieler erzielten. Im Shootout reüssierten vier von fünf Berner Schützen. Dabei genügten zwei Saves von Bestplayer Hübscher zum Sieg. Es verbleibt noch ein Qualispiel, um den Playoffgegner zu ermitteln. Vielleicht sehen sich die Löwen und Bären schon bald wieder. Dem regionalen Unihockey wäre es zu gönnen.

Gruss ins Publikum: David Johansson (Photo: Catia Baioni)